zum Inhalt springen

Anne Bruns (geb. Wulff), M. A. Pol.

Universitätsstr. 77
Tel: +49-(0)221/470-2646
Fax: +49-(0)221/470-2648

Sprechstunde: nach Vereinbarung
anne.bruns[at]uni-koeln[dot]de

 

Frau Bruns befindet sich aktuell in Elternzeit.

Vita

Anne Bruns (geb. Wulff) studierte von 2008 bis 2010 Sozialwissenschaften (B. Sc.) und anschließend bis 2012 Politikwissenschaften (M. A.) an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Im Jahr 2011 begann ihre Tätigkeit an der Professur für Sozialpolitik und Methoden der qualitativen Sozialforschung. Seit Anfang 2014 ist sie dort als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Neben ihrer Lehrtätigkeit und der Betreuung von Studierenden bei ihren Abschlussarbeiten, ist sie für die Lehr- und Prüfungsorganisation verantwortlich. Zudem war sie von Mitte 2013 bis Mitte 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Europäischen Zentrums für Freie Berufe an der Universität zu Köln.

Forschungsinteressen

In ihrer Dissertation beschäftigt sich Frau Bruns mit der zukünftigen Gestaltung des Berufsfeldes der selbständigen BerufsbetreuerInnen (§1896 ff. BGB) am Beispiel der rechtlichen Betreuung von Menschen mit Demenz in der Bundesrepublik Deutschland im Kontext eines europarechtlichen Regulierungsrahmens.

Das zentrale Vorhaben des Projekts betrifft die Identifikation der verschiedenen Spannungsfelder, in denen die BerufsbetreuerInnen auf nationaler und europäischer Ebene handeln. Hierfür werden folgende Forschungsdimensionen miteinander verflochten:

• Die Bestimmung des Impacts seitens der Europäischen Union und seinen Liberalisierungs- bzw. Deregulierungsbestrebungen i. H. a. die Freie Berufstätigkeit.

• Die Begutachtung der Entwicklung der nationalen gesetzlichen Bestimmungen im Betreuungswesen und dessen Umsetzung in der Praxis. Auch die nationale Diskussion um die Kosten bzw. Kostenreduktion der Betreuung findet hier ihren Ausdruck.

• Die Charakterisierung und Begriffsbestimmung „guter Betreuung“ und der Umsetzung der Zielsetzung der persönlichen Betreuung und der Beachtung des Wohls und der Selbstbestimmung der betreuten Personen, mit starker Konzentration auf den dementen Menschen.

• Die Darlegung der Debatte um die Qualitätssicherung (bzw. der notwendigen Kompetenzen mit besonderer Beachtung der Empathiefähigkeit) in diesem Feld und die damit verbundene Klärung des Bedarfs an Regulierung. Auch die Debatte um Professionalisierung findet hier Beachtung.

Die sich anschließende Frage lautet, welche Spannungsfelder zwischen den Dimensionen wirksam sind. Die Antwort darauf soll dabei helfen, die Forschungsfrage zu beantworten: Inwieweit beeinflussen die Spannungsverhältnisse, in denen die selbständigen Betreuerinnen und Betreuer agieren, die zukünftige Gestaltung ihres Berufsfeldes und in welche Richtung wird sich der Betreuungsberuf entwickeln? Hierzu werden einerseits qualitative, problemzentrierte Interviews mit Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuern und andererseits Expertenbefragungen mit Hilfe der Delphi-Methode durchgeführt. 

Weitere Forschungsinteressen:

  • Alter, Altern und Altersbilder
  • Versorgung von Menschen mit Demenz
  • Lebenslage von Studierenden

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2013    

  • Hauptseminar "Altersbilder"

Wintersemester 2013/14 

  • Hauptseminar "Demografiemanagement am Beispiel der Generali Group"

Wintersemester 2014/15 

  • Hauptseminar "Sozialpolitik"

Sommersemester 2015    

  • Vorlesung und Übung "Deutsches Wirtschafts- und Sozialsystem"
  • Seminar "Deutsches Wirtschafts- und Sozialsystem"
  • Übung zu "Theorie und Methoden der qualitativen Sozialforschung"

Wintersemester 2015/16 

  • Vorlesung "Einführung in die Sozialwissenschaften"
  • Vorlesung "Einführung in das 'Soziale' der Sozialen Marktwirtschaft" an der Universität Sofia

Sommersemester 2016    

  • Workshop "Angewandte qualitative Sozialforschung" an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar

Wintersemester 2016/17

  • Vorlesung und Übung "Einführung in die Sozialwissenschaften"

Publikationen

Ahles, L./Köstler, U./Vetter, N./Wulff, A. (2016): Studienabbrüche an deutschen Hochschulen. Stand der Thematisierung und strategische Ansatzpunkte. Baden-Baden: Nomos.

Köstler, U./ Marks, H./ Stemmer, P./ Wulff, A./ Schulz-Nieswandt, F. (2015): Studieren an der Universität zu Köln – Die Sicht internationaler Hochschulgruppen. Ergebnisse einer Befragung und einer Gruppendiskussion. Baden-Baden: Nomos. 

Maier-Rigaud, R./ Wulff, A. (2014): Vernetzung von Berufsbetreuern in der Pflege. Eine qualitative Analyse am Beispiel der Beziehung zu Pflegeheimen. In: Sozialer Fortschritt (8), S. 196-202.

Wulff, A. (2014): Soziale Integration der BildungsausländerInnen an der Universität zu Köln. Eine Betrachtung am Beispiel der Situation in den Wohnheimen des Studentenwerks. Baden-Baden: Nomos.

Wulff, A. (2013): Statuspassage Studienbeginn. Zwischen Vergemeinschaftung und Resilienz. Baden-Baden: Nomos.