Entwicklung personaler Kompetenz in pädiatrischen Vorsorgen.

Personen:
 Dr. Irene Somm, Anja Mallat, M. A.; Marco Hajart, Dipl. Volkswirt, BA. Sc.; Derya Zeyrek, M. A.

Projektbeschreibung:
Kinder werden heute anders krank. Während die Kinder- und Jugendmedizin in der Vergangenheit mit Epidemien und akuten Krankheiten zu kämpfen hatte, zeichnet sich heute ein neues Krankheitsspektrum bei Kindern und Jugendlichen ab. Viel häufiger sind Störungen der emotionalen und psychischen Entwicklung zu beobachten.
Der aktuelle Entwurf des neuen Präventionsgesetzes (PrävG) berücksichtigt das neue Krankheitsspektrum bei Kindern. Daraus ergibt sich für Kinderärzte eine Veränderung in ihrer Profession: Künftig werden sie den Blick auf wachsende psychosoziale Belastungen schärfen müssen, um mögliche Risiken frühzeitig wahrnehmen und Eltern adäquat beraten zu können. Der Fokus auf die präventionsorientierte Beratung erfordert eine neue Qualität in der Arzt-Eltern-Kind-Kommunikation. Unter anderem davon hängt es ab, ob Familien die Empfehlungen des Arztes umsetzen, die Veränderungen in ihren Alltag einbauen oder nicht. Gerade im Bereich der Prävention erfordert evidenzbasiertes ärztliches Praktizieren situationssensible und milieuadäquate Verständigungs- und Übersetzungsleistungen.
Erfahrene Kinderärzte entwickeln im Laufe der beruflichen Erfahrung im Idealfall ein Gespür für die situativ angemessene Form der Verständigung und Vermittlung. Dieses Gespür, auch „tacit knowledge" genannt, können mit den Methoden der qualitativen Forschung effektiv ergründet werden. In Tiefeninterviews werden wir Ärztinnen und Ärzte zu ihrer Praxiserfahrung befragen und Vorsorgeuntersuchungen teilnehmend beobachten. Gruppendiskussionen und Ad-hoc-Gespräche mit Müttern und Vätern zeigen uns die Wahrnehmung und Erfahrung der Rezipienten auf.
Auf der Grundlage der Erhebungen werden wir die habituellen Voraussetzungen für die Entwicklung personaler Kompetenz rekonstruieren und daraus qualitätsrelevante Verhaltensweisen ableiten.
Die Studie soll zur Evidenzbasierung von kompetenzorientierten Weiterbildungsinhalten beitragen. Sie verfolgt das Ziel, in Kooperation mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte wie der Ärztekammer Nordrhein empirisch begründete Kriterien für eine berufsfeldnahe und qualitätsrelevante Förderung von personaler Kompetenz im Rahmen der pädiatrischen Facharztweiterbildung zu entwickeln und für die ambulanten Vorsorgen zu konkretisieren. Darüber hinaus können die Ergebnisse als Grundlage für die Überprüfung bestehender universitärer Lehrformate, die der Förderung personaler Kompetenz dienen sollen, herangezogen werden.

Finanzierung: Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, 
Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
 (November 2015-Oktober 2016)

Methoden: Teilnehmende Beobachtung/Tiefeninterviews/Gruppendiskussionen/rekonstruktive Analyseverfahren/Arbeitsfeldanalyse

Publikationen:  PDF Somm, I./Hajart, M./Mallat, A. (2017): Ergebnisse der Studie Personale Kompetenz in pädiatrischen Vorsorgeuntersuchungen. In: Kinder- und Jugendarzt, 48(5): 242-244.

Studie zur Problematik des Studienabbruchs.

Personen:
Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt, Dipl. Pol.-Wiss. Lisa Ahles, M.A. Pol.-Wiss. Anne Wulff, Dipl. Soz. Nicole Vetter

Projektbeschreibung:
Ziel ist es, die Ursachen für Studienabbrüche im Rahmen einer Literaturanalyse aufzudecken, um strategische Ansatzpunkte zu definieren, die seitens der Universität zu Köln angegangen werden können. Zusätzlich werden bei allen Hochschulen nach Stand der Thematisierung des Problems recherchiert. Ziel hierbei wäre es, übertragbare best oder good-practise-Perspektiven zu entdecken.

Finanzierung: Studierendenförderungsfonds

Methoden: Literaturstudie mit angeschlossener Recherchestudie (best practise-orientiert)

Publikationen: Ahles, Lisa/ Köstler, Ursula/ Vetter, Nicole/ Wulff, Anne (2016): Studienabbrüche an deutschen Hochschulen. Stand der Thematisierung und strategische Ansatzpunkte, Baden-Baden: Nomos.

Lebenslage Kölner ausländischer Studierender – Situation, Handlungsperspektiven, strategische Entscheidungsmöglichkeiten der Universität zu Köln.

Publikationen:
Schulz-Nieswandt, F./Köstler, U./Marks, H./Stemmer, P./Wulff, A. (2015): Studieren an der Universität zu Köln – Die Sicht internationaler Hochschulgruppen. Ergebnisse einer Befragung und einer Gruppendiskussion. Baden-Baden: Nomos.

Chardey, B. 2015. Vertrauensverlust von Bildungsausländern bei Behördengängen. Baden-Baden: Nomos.

Köstler, U./Marks, H. (2014): Ausländische Studierende an der Universität zu Köln: Status quo, Erwartungen und Ideen für eine gelebte Internationalisierung, Erfolgsdimensionen für einen erfolgreichen Studienabschluss unter Einbezug von Mentoringsystemen. Baden-Baden: Nomos.

Stemmer, P. (2014): Wie kann das Studium besser gelingen? Problembereiche und Erfolgsfaktoren von Bildungsausländern. Eine explorative Studie an der Universität zu Köln. Baden-Baden: Nomos.

Wulff, A. (2014): Soziale Integration der BildungsausländerInnen an der Universität zu Köln – Eine Betrachtung am Beispiel der Situation in den Wohnheimen des Studentenwerks. Baden-Baden: Nomos.

Vorstudie: Stemmer, P. (2013): Studien- und Lebenssituation ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen. Analyse - Handlungsfelder - strategische Entscheidungsmöglichkeiten.  Baden-Baden: Nomos.

Nightline Köln e. V. - Ein studentisches Projekt bürgerschaftlichen Engagements: Mitarbeitermotive, Entwicklungschancen und Nachhaltigkeitsprofile.

Publikationen:
Köstler, U. (2012): Nightline: Das Zuhör- und Informationstelefon von Studierenden für Studierende. Ein studentisches Projekt zivilgesellschaftlichen Engagements - Entwicklungschancen und Nachhaltigkeitsprofile, Baden-Baden: Nomos.

Kosten-Effektivität von Wohngruppen.

Publikationen:
Schulz-Nieswandt, F./Köstler, U./Langenhorst, F./Marks, H. (2011): Neue Wohnformen im Alter: Wohngemeinschaften und Mehrgenerationenhäuser. Eine explorativ-qualitative Studie zur 'aktivierten Aktivität' durch Prozesse gegenseitigen Helfens (Reziprozität) in unterschiedlichen Wohnformen als Orte der Nähe und Distanz. Stuttgart: Kohlhammer.

Lebenssituation Kölner Studentinnen und Studenten mit dem Focus auf Studiumsdauer, Finanzierung und Studium und Kind.

Publikationen:
Kurscheid, C. (2005): Das Problem der Vereinbarkeit von Studium und Familie. Eine empirische Studie zur Lebenslage Kölner Studierender. Münster: LIT.

Seniorengenossenschaften - Stabilitätseigenschaften und Entwicklungschancen - Eine Feldstudie zu nach genossenschaftlichen Prinzipien arbeitenden Initiativen des Dritten Sektors.

Publikationen:
Köstler, U. (2007): Unterstützungsnetzwerke im Alter: Die Idee Seniorengenossenschaft? Bürger helfen sich gegenseitig, in: InitiativForum Generationenvertrag IFG (Hg.) Altern ist anders: Gelebte Träume? Facetten einer neuen Alter(n)skultur, Münster: LIT, 61-66.

Köstler, U. (2007): Seniorengenossenschaften? Selbsthilfegruppen mit Entwicklungspotential, in Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen, Heft 4/2007, 257-269.

Köstler, U. (2006): Seniorengenossenschaften? Stabilitätseigenschaften und Entwicklungsperspektiven, Eine empirische Studie zu Sozialgebilden des Dritten Sektors auf Grundlage der Gegenseitigkeitsökonomik, Reihe: Neue Kölner Genossenschaftswissenschaft Band 2 LIT Verlag, Münster.

Köstler, U. (2006): Hilfe zur Selbsthilfe? Die Bürger wollen aktiv werden: Motive des Konzepts Seniorengenossenschaften, in: Gesundheits- und Sozialpolitik Heft 9/10  2006, 43-51.

Köstler, U. (2006): Initiativen der Hilfe auf Gegenseitigkeit? Ansätze für ein Reformkonzept der Selbsthilfe, in: Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit 1/2006, 4-10.

Einfluss des Alters und des sozialen Netzwerks von Menschen mit Behinderung auf die Inanspruchnahme stationärer und ambulanter Angebote der Behindertenhilfe.

Publikationen:
Schulz-Nieswandt, F. (2007): Behindertenhilfe im Wandel. Zwischen Europarecht, neuer Steuerung und Empowerment. Berlin: LIT.

Driller, E./Alich, S./Karbach, U./Pfaff, H./Schulz-Nieswandt, F. (2008): Die INA-Studie. Freiburg: Lambertus.

Driller, E. (2008). Burnout in helfenden Berufen. Berlin: LIT.

Institutionelles Wohnen und Empowerment? Chance statt Widerspruch. Teilhabe fördern ? selbstbestimmt leben. Empowerment in der JG-Gruppe.

Motive und Handlungsmuster von Bürgern in Seniorengenossenschaften.

Publikationen:
Köstler, U./Schulz-Nieswandt, F. (2009): Genossenschaftliche Selbsthilfe von Senioren, Motive und Handlungsmuster bürgerschaftlichen Engagements. Stuttgart: Kohlhammer.

Köstler, U. (2009): Lebenszyklus in Vereinsform tätigen Initiativen der Hilfe auf Gegenseitigkeit, in: Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, Heft 3/2009, 272-281.

Köstler, U. (2010): Aktivierung von Engagementpotentialen: Der Entscheidungsprozess - In Initiativen der Hilfe auf Gegenseitigkeit im Alter, in: Sozialer Fortschritt Jg. 59(1), 1-7.

Köstler, U. (2007): Aktivierung des Bürgers mittels Zeittauschsystemen, Seniorengenossenschaften sind mehr als nur Tauschringe, in: Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, Heft 4/2007, 390-413.